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Erhaltung der medizinischen Grundversorgung im Kanton

Seit Ende September liegen die Pläne der Regierungen von BL und BS, zur Gestaltung eines gemeinsamen Gesundheitsraums, vor. Die Planung beider Kantone beinhaltet dabei diverse positive Aspekte, wie die intensivierte Zusammenarbeit in der Region oder die Konzentration der hochspezialisierten Medizin beim Universitätsspital Basel. Dennoch bedeutet diese Planung einen deutlichen Abbau der medizinischen Versorgung an den Standorten Laufen und Bruderholz. Gerade Letzteres spielt für einen grossen Teil des Bezirks Arlesheim, wie auch des solothurnischen Leimentals, nach wie vor eine bedeutende Rolle. Mit einem Einzugsgebiet von über 150'000 Einwohnern und als einziges öffentliches Spital im bevölkerungsreichsten Bezirk, sollte die Wahrung einer erweiterten medizinischen Grundversorgung auch zukünftig möglich sein.

Das Bruderholzspital bietet Arbeitsplätze für über 1'000 Personen sowie Ausbildungsplätze für Pflegepersonal, Hausärzte, Medizintechniker, etc. Für die Patienten gewährleistet das Bruderholzspital durch seinen Standort eine gute und schnelle Erreichbarkeit sowohl mittels öffentlichen, wie auch privaten Verkehrsmitteln. Als Ersatz für das heute bestehende Spital, welches dauerhaft eine Auslastung von deutlich über 80 % aufweist, soll gemäss den Plänen der Regierungen und dem KSBL, eine sogenannte Tagesklinik für interventionelle Eingriffe mit deutlich weniger Betten errichtet werden, wofür gemäss unterschiedlichen Quellen, darunter auch der Ärztegesellschaft Baselland und diversen Gesundheitsexperten, gar kein Bedarf besteht. Eine Tagesklinik mit lediglich 100 Betten am Standort Bruderholz, würde dem Anspruch einer angemessenen medizinischen Versorgung in keiner Weise gerecht. Zudem würde dies zu einem erheblichen Abbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen führen. Ausgerechnet im grössten Bezirk des Kantons, würde auf diese Weise die öffentliche Gesundheitsversorgung gefährdet. Eine Mehrheit der Patienten in Baselland müsste somit ausserkantonal behandelt werden, da die meisten Patienten im unteren Baselbiet nach Basel und kaum nach Liestal, als alternativen Standort für eine Behandlung, ausweichen würden.

Eine Kostensenkung mittels Verschiebung von Patienten nach Basel könnte kaum erreicht werden. Diese Kosten werden aufgrund der höheren Fallpauschalen am Universitätsspital deutlich höher ausfallen. Eine weitere Problematik der Spitalplanung bildet die Aufhebung der Notfallstationen in Laufen und im Bruderholzspital. Damit wird ein Dienst, welcher von tausenden Patienten benötigt wird, ersatzlos aufgehoben. Die Notfallstation am Universitätsspital, welche bereits heute völlig überlastet ist, würde deshalb kaum als Alternative dienen.

Zusammenfassend bewerte ich eine interkantonale Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit und Spitalplanung, grundsätzlich als positiv. In einigen zentralen Punkten erachte ich die Lösungsansätze aber als so verheerend, dass sie eine Gefahr für die Gewährleistung der medizinischen Grundversorgung im Kanton Baselland bilden.

- Pascal Lüscher, Vizepräsident Komitee "Ja zum Bruderholzspital", 11. Oktober 2016

Integration über Händedruck!

Die ganze Schweiz debattiert über die Händedruckklausel der Sek Therwil, die es zwei muslimischen Schülern erlaubt, die Hände der LehrerInnen nicht mehr schütteln zu müssen. Diese bei uns übliche Geste mag für sie vielleicht nichts als unnötiger Körperkontakt sein. Vielleicht widerspricht dieser Händedruck ihrer Glaubensauffassung. Vielleicht ist es ein unnötiger Austausch von Erregern. Vielleicht die Vorstufe einer unsittlichen Handlung...

Doch egal, was sie sein mag, sie ist auch ein Teil unserer hiesigen Identität. Ein Ausdruck von Anstand und Respekt gegenüber der Lehrperson, sei es nun Mann oder Frau. Ein Zeichen des Willkommens und der Verbundenheit sowie der guten Absichten. Der Handschlag ist zweifelsohne ein schweizerisches Kulturgut.

Wer sich hier in der Schweiz niederlässt und mit diesem Stück schweizerischer Kultur - wieso auch immer - nicht zu Gange kommt, dem kann eine letzte Frage nicht erspart bleiben: die Frage, was genau er hier denn überhaupt will.

- Ihre SVP Ettingen, 13. April 2016